Planet Erde

S I E

Sie rührte mich an mit sanftem Schwingen,
mit wohligem Schauer gab ich mich hin.
In meinem Innern ertönte das Klingen,
und da fühlte ich, dass ich bin.

 

Sie zog meinen Blick in die Ferne,
ich machte die Augen ganz groß.
In meinem Herzen pulsierte die Wärme,
und da löste ich mich von mir los.

 

Ich schaute sie an und saugte mich fest,
der Raum wurde golden und weit.
Ich dehnte mich aus und fühlte `gen West
und da flog ich ganz leicht.

 

Sie reichte den Mantel von flüssigem Licht,
ich reiste vom Klang weit zum Hall.
Sie gab mir die Welt mit allem Gewicht,
und da verschmolz ich mit dem All.

 

Einen unendlichen Moment
empfing ich die Gunst
hier als Bild der Welt zu steh`n,
da ward ich gewahr der größten Kunst:
ICH HABE DIE SONNE GESEHEN!
 



WAS GESCHIEHT MIT DER WELT?!

Ich seh` Wälder ganz kahl
im sauren Regen steh`n.
Ich seh` sie sterben
und weiß nicht für wen
und da denk ich mir halt,
was geschieht mit der Welt?

Ich seh´ den Himmel verstrahlt
und die Luft voller Smog,
die Welt voll Asphalt,
das Meer voller Mord
und da denk ich mir halt,
was geschieht mit der Welt?

Die Winde dieser Welt,
die spielen auch verrückt,
und all die vielen Menschen,
die geh`n schon gebückt.
Ich seh´ die Menschen nur kämpfen,
gierig bis aufs Blut.
A jeder denkt: "I bin besser als du."

Ich hör` kleine Kinder leiden,
ich seh` sie im Tod.
Sie werden viel weniger seh`n
als mir die Welt noch bot,
und da denk` ich mir halt,
was geschieht mit der Welt?

UND DA DENK` ICH MIR
- H A L T -
WAS IST ZU TUN FÜR DIE WELT!

 

DER GAST

Es klopft an der Tür, ein Fremder steht dort.
Er sagt: "Hallo, bitte schickt mich nicht fort.
Ich dachte mir halt, ich schau mal herein,
hier ist warmes Licht, ich komme als Freund."

Keine Angst, ich werd` euch nichts nehmen,
denn ich weiß mich als Gast zu benehmen.
Und wenn`s euch zuviel wird,
lasst es mich ruhig wissen,
dann werde ich mich einfach verp...

Wir haben, wir haben einen Gast,
und den weisen, den weisen wir nicht ab.
Wir bitten ihn freundlich herein,
er soll uns willkommen sein.

Dann haben wir zusammen ein Fass aufgemacht
und einen sauguten Abend verbracht.
Und durch den Rauch haben wir`s dann geblickt:
diesen Gast hat der Himmel geschickt.

Wir haben, wir haben einen Gast,
und den weisen, den weisen wir nicht ab.
Wir bitten ihn freundlich herein,
er soll uns willkommen sein.

 

Hos geldin arkadas

welcome my friend

bienvenu mon ami

uoo d`beng you chueng ying mi lay

marhaban bika ja sadiki al aziz

 

FRIEDEN

Ein Krieg, der bricht nicht einfach aus,
die Menschen haben ihn gemacht.
Sie, die Mächtigen der Welt in ihrer Gier
nach Luxus, Geld und Macht.
Christen, Moslems, Juden,
alle beten zu dem gleichen Gott,
doch der hat sich längst
aus Scham davongemacht.

Und nun lasst die Kinder reden,
tut einfach, was sie sagen.
Sie müssen weiterleben
in der Welt gefüllt mit diesen Plagen.

Zu Ende ist die Schöpfung!
Wer macht uns eine neue Welt?
Ohne Lug und Trug und Täusch und Lall,
in Frieden mit dem ganzen All.
Von Frieden reden alle Großen
und wissen gar nicht, wie er wirklich ist.
Denn den einen, der es vorgemacht,
haben sie schon damals umgebracht!

Darum lasst die Kinder reden,
tut einfach, was sie sagen.
Sie müssen weiterleben
in der Welt, gefüllt mit diesen Plagen.

Die Großen haben nur eins geschafft:
die Welt kaputtgemacht.
Eine neue Welt können nur Kinder schaffen,
lasst die Kinder an die Macht!
Lasst sie sagen, was sie denken,
und lasst sie machen, was sie sagen.
Lasst sie zeigen was sie fühlen,
und lasst sie auch was wagen!

Und jetzt werden Kinder reden,
und wir tun, was sie sagen.
Sie wollen weiterleben
in einer Welt ohne diese Plagen.
 

 

DIE WELT PLANET ERDE ALS DORF

Wenn man die Weltbevölkerung auf ein 100 Menschen zählendes Dorf
reduzieren könnte und dabei die Proportionen aller auf der Erde lebenden
Völker beibehalten würde, wäre dieses Dorf folgendermaßen zusammengesetzt:

57 Asiaten

21 Europäer

14 Amerikaner (Nord-, Zentral- und Südamerikaner)

8 Afrikaner

Es gäbe:

52 Frauen und 48 Männer

30 Weiße und 70 nicht Weiße

30 Christen und 70 nicht Christen

89 Heterosexuelle und 11 Homosexuelle

6 Personen besäßen 59% des gesamten Reichtums
und alle 6 kämen aus den USA,

80 lebten in maroden Häusern,

70 wären Analphabeten,

50 würden an Unterernährung leiden,

1 wäre dabei zu sterben,

1 wäre dabei geboren zu werden.

1 besäße einen Computer,

1 hätte einen Universitätsabschluss

Wenn ihr noch nie in der Gefahr einer Schlacht,
in der Einsamkeit der Gefangenschaft, im Todeskampf der Folterung
oder im Schraubstock des Hungers wart,
geht es euch besser als 500 Millionen Menschen.

Wenn ihr Essen im Kühlschrank, Kleider am Leib,
ein Dach über dem Kopf und einen Platz zum Schlafen habt,
seid ihr reicher als 75% der Menschen dieser Erde.

Wenn ihr Geld auf der Bank, in eurem Portemonnaie und im Sparschwein habt,
gehört ihr zu den privilegiertesten 8% dieser Welt.

Wenn ihr dies lesen könnt, gehört ihr nicht zu den zwei
Milliarden Menschen, die nicht lesen können.

 

 

DAS LETZTE MAL

Komm, lass uns an den Strand gehen und vögeln.
Ich möchte noch ein Mal in dir sein,
das warme Meer, den heißen Sand,
das helle Licht der Sonne,
den lebendigen Wind spüren.

Und wenn dann am höchsten Punkt der Extasse
unsere Augen ineinander verschmelzen,
dann lass sie uns weit öffnen und umherblicken,
um ein einziges Mal im Fluss der Zeit
das Unbegreifliche zu sehen:

Verrottende, stinkende Leiber toter Fische.

Lass uns das Gefühl nie vergessen,
das ölige, schmierige Teerklumpen
auf unserer Haut hinterlassen.

Und dann lass uns engumschlungen
ins Wasser gehen, um unsere heißen Körper
im dreckigen Schaum der Algen zu baden.

Lass es uns ein mal voll und ganz
zusammen erleben,
schmecken, riechen, fühlen, sehen,
um dann die allerletzte Frage in voller Klarheit
und Bewusstheit stellen zu können:

WARUM  NUR?  WARUM?

Ihr habt meine Welt getötet,
Stück für Stück,
und damit habt ihr mich getötet,
Stück für Stück.
Seht her, ich bin Todt
und wundere mich,
warum ich so lebendig bin?
Vielleicht um noch zu fragen:
WARUM?

 

OH TANNENBAUM

 

Oh Tannenbaum oh Tannenbaum,

wie grün war`n deine Blätter,

du grüntest einst zur Sommerszeit

und auch im Winter, wenn`s geschneit.

Oh Tannenbaum oh Tannenbaum,

wie grün war`n deine Blätter?

 

 

Oh Tannenbaum oh Tannenbaum,

wie braun sind deine Blätter!

Der sau`re Regen hat`s geschafft,

er hat dich ganz kaputtgemacht.

Oh Tannenbaum oh Tannenbaum,

wie braun sind deine Blätter!

 

 

Oh Tannenbaum oh Tannenbaum,

sag, wo sind deine Blätter?

Ich steh` vor dir und schau dich an,

und weiß wir sind als nächstes dran ...
 

Also, das hat mich jetzt doch ganz verwirrt. Ich kapier` eigentlich gar nichts.
Ja, ja, ... und ich hatte zwei Katzen.
Wir sind noch nicht so richtig eingetuned.
Ob er mit seiner Arbeit zur Vorbereitung der Landung weitergekommen ist?
 Vielleicht sehen wir ja auch noch mehr da unten.

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